Fragen zu KDP
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FAQ zu Amazon KDP

◊ Alle Antworten auf Deine Fragen / FAQ zu Amazon KDP. Von der Keyword-Recherche über Titel, Cover, Preis, Anzeigen etc – hauptsächlich für No und Low Content!

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1 ◊ Alle Antworten auf Deine Fragen / FAQ zu Amazon KDP. Von der Keyword-Recherche über Titel, Cover, Preis, Anzeigen etc – hauptsächlich für No und Low Content!
  1. Mit welcher Art No / Low Content Bücher solltest Du starten?

Grundsätzlich ist das egal. Um die Abläufe und Mechanismen kennen zu lernen, bietet es sich an, möglichst einfach umzusetzende Low Content Inhalte zu nutzen, also ein liniertes oder kariertes Notizbuch.

  1. Für welche Art von Büchern macht veröffentlichen grundsätzlich Sinn?

So pauschal kann das leider nicht beantwortet werden. Egal ob No, Low Content oder Full Content, also Sachbücher bis Romane, Es gibt kaum ein Thema oder eine Nische, in der es nicht schon eine Vielzahl von Werken gibt.

Sinn macht es bestimmt, wenn Du Dir etwas von der Seele schreiben oder Dein Fachwissen in Buchform umsetzen möchtest. Geht es Dir primär darum, mit den Büchern Geld zu verdienen, ist die Nische und die Ausrichtung Deiner Bücher daran entscheidend – und dann gibt es keine Grenze, was Sinn macht.

  1. Welche Art No und Low Content Bücher gibt es?

Liniert, kariert, gepunktet – Aktivitätenbücher, Journale, Kalender, Planer, Logbücher – Kochbücher, Malbücher, Ausschneidebücher, Notenheft, Rätselhefte, Spielebücher

Die Aufzählung ließe sich nahezu endlos fortsetzen, und sie lässt sich ausweiten in für Kinder, ab 4 Jahre, Jugendliche, Mädchen, Väter, Jäger, Gewichtheber, Schachspieler…..

No Content ist alles, wo nur Linien, Kästchen oder vielleicht Sprechblasen enthalten sind, Low Content enthält schon etwas Text in Form von Zahlen, Fragen, Ausmalbildern etc.

  1. Welche Tools oder Programme sollte ich zur Keyword Suche und Nischen Recherche nutzen?

Für den Anfang genügen sicher kostenlose Tools, vor allem für die Keyword Recherche die Chrome Erweiterungen AMZ Suggestion Expander und/oder KDP / Amazon BSR & Keyword Research SEO Tool von Self Publishing Titans. Super ist vor allem Helium 10, wobei hier für den Anfang die kostenlose Variante mit 2 Suchen pro Tag ausreichen sollte.

Mit Publisher Rocket und KDP Wizard, die oft genutzt werden, habe ich keine Erfahrung.

  1. Welche Nischen sind vielversprechend?

Alle, die sich sehr detailliert über Keywords darstellen lassen und für die es InteressentInnen gibt.

„Katze“ ist eine Nische, aber sehr breit gefächert – „Langhaarkatze“ grenzt es schon sehr stark ein – „Norwegische Waldkatzen“, „York Chocolate“ oder „Deutsche Langhaarkatze“ sind recht genaue Nischen. Ob es dann Leute gibt, die solche Tiere lieben und auch gerne ein Notizbuch mit einem entsprechenden Motiv haben wollen, ist ein anderes Thema.

Alles was Dir einfällt kann eine Nische sein, vom Hobby über Beruf bis zu Vorlieben und Altersgruppen. Es gibt keine Grenzen für Nischen. Vor ein paar Tagen habe ich ein Video über „Malbuch für Kiffer“ gesehen.

Wenn du eine der Chrome Erweiterungen nutzt, ist der Keyword-Score ein ganz guter Indikator. Ist dieser 60% oder höher, bist Du auf der relativ sicheren Seite. Darunter wird es schwieriger und umso höher der Score ist, desto besser.

  1. Wie soll ich meine Bücher preislich Positionieren?

Orientiere Dich am besten an den durchschnittlichen Preisen Deines Wettbewerbs. Es bringt kaum etwas, deutlich unter den Preisen zu bleiben. Du wirst feststellen, dass niedrige Preise kein Verkaufsargument sind – oft eher das Gegenteil. Und sind wir einmal ganz ehrlich: wenn die Preise im Schnitt sinken, hat keiner was davon, denn dann verdient nur noch Amazon unverändert daran.

Also setze Deinen Preis so hoch wie möglich und so niedrig wie unbedingt nötig an. Für No / Low Content könnten, bei geringer Seitenzahl, 5,99€ die Untergrenze sein, bei dickeren Büchern 6,99€.

  1. Wie viele Seiten sollte ein No / Low Content Buch haben?

100 Seiten sind ein guter Gedanke! Wenn es mehr werden sind die Produktionskosten unverhältnismäßig höher und Deine Tantiemen entsprechend geringer. Hast Du weniger Seiten, sinkt das Interesse potentieller KäuferInnen deutlich.

Allerdings ist die sinnvolle Seitenzahl auch vom Inhalt abhängig. Ein Jahr hat 52 Wochen und entsprechend ein Wochenplaner mit einer Seite pro Woche, mit Jahreskalender, Notizseiten… im Ergebnis selten mehr als 60 Seiten. Ausschneidebücher haben meist nur 30-40 Motive, was dann 60-80 Seiten entspricht. Und Notizbücher kommen oft auf 120 Seiten. Ob dann davon mehr verkauft werden als von ähnlichen mit 100 Seiten, glaube ich aber kaum.

Orientiere Dich also auch hier am besten an den Bestsellern der Nische. Die stammen meist von Profis, die es aus Erfahrung so machen, wie sie es machen.

  1. Wie sollte ich meine Cover-Gestaltung angehen?

Und wieder der gleiche Tipp: schau, was funktioniert. Orientiere Dich zunächst an den Bestsellern. Überlege, wie Du es nachahmen kannst, ohne das Design zu kopieren. So bekommst Du ein Gefühl, was gekauft wird.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Farben im amerikanischen Markt eher schriller funktionieren als im Rest der Welt.

Achte beim Cover vor allem auch darauf, dass es als Thumbnail, also kleines Bild, gut wirkt! So erscheint es zunächst bei den Suchenden auf dem Bildschirm.

Von großem Vorteil ist es, wenn Du Zugriff auf Motive hast, oder selbst grafisch bewandert bist. Wenn nicht, kannst Du auf unterschiedliche Quellen wie Creativ Fabrica zurückgreifen oder etwa auf Canva suchen und gestalten.

  1. Wie komme ich zu meinem Buchtitel?

Phantasie und Prüfung! Es macht durchaus Sinn, das wichtigste meiner Keywords im Titel zu verwenden. „York Chocolate Kalender“ könnte also durchaus funktionieren. Mit Prüfen meine ich, dass Du einen bereits verwendeten Titel nicht auch auf Dein Buch schreiben darfst. Zum einen würdest Du damit gegen das Urheberrecht verstoßen und zum anderen fällt es dann aller Voraussicht nach durch die Prüfung bei Amazon und wird nicht veröffentlicht.

Überhaupt musst Du den Punkt Urheberrecht / Copyright unbedingt immer im Blick haben. Beim Cover genauso wie beim Inhalt. Selbst was Du auf Seiten wie Pixabay www.pixabay.com oder anderen als zur kostenlosen Verwendung auf Printprodukten angeboten bekommst, muss nicht unbedenklich sein. Dort finden sich auch viele Inhalte, die von anderen Seiten geklaut sind.

Der Untertitel kann dann einige weitere Schlüsselbegriffe enthalten, sollte aber nicht zugespammt sein. Bedenke immer, dass Titel – Untertitel – Coverdesign Deine Verkaufsanzeige sind! Nur wenn diese den LeserInnen gefallen, klicken sie auf die Inhaltsbeschreibung.

  1. Wie beschreibe ich meinen Inhalt?

Du musst wissen, dass die Amazon-Suche nur auf Deinen Titel, Untertitel und die 7 Keywords zugreift. In Deiner Produktbeschreibung wird nicht gesucht. Allerdings sucht Google auch dort. Es kann also durchaus sein, dass Dein „York Chocolate Notizbuch“ bei der Such nach Infos zu diesen Katzen in der Google Suche erscheint.

Inhaltlich ist es Deine Werbeanzeige. Hier musst Du InteressentInnen davon überzeugen, dass sie es kaufen sollten. Beschreibe also Deinen Inhalt und wer es warum es kaufen sollte. Das Notizbuch könnte also gut als Geschenk für Fans von Langhaarkatzen passen.  Ob Du dabei alle zur Verfügung stehenden Buchstaben nützen solltest, da gehen die Meinungen auseinander. Ich tendiere dazu, es doch knapp und prägnant zu halten.

  1. Was gehört in die Felder für die 7 Keywords?

Wenn du Helium10 Extension genutzt hast, wirst Du schon in etwa wissen, welche Keywords zu Deinem Buch gesucht werden.

Nimm dann vielleicht die 2 am häufigsten gesuchten, also etwa „Notizbuch Katze“ – sei Dir aber klar, dass das alle tun, 3 etwas genauere Suchbegriffe „Langhaar Katzen“ und 2 sogenannte Long-Tail-Keywords, also sehr genaue Anfragen, etwa „Geschenk für York Chocolate Katzen Liebhaber“. Das wird zwar vermutlich selten gesucht, aber wenn, dann ist Dein Buch eines von wenigen Suchergebnissen und die Wahrscheinlichkeit für einen Kauf recht hoch.

  1. Woher bekomme ich meine ISBN?

Du kannst sie von Amazon kostenlos bekommen oder eine auf einem der einschlägigen Portale kaufen und verwenden. Für No / Low Content gibt es für mich keine Frage, die von Amazon zu nutzen. Bei Full Content Büchern schränkst Du Dich im Vertrieb ein, was andere Händler angeht.

  1. Macht es Sinn, sofort Anzeigen zu schalten?

Jein! Du wirst im Netz genauso viele Profis finden die Nein sagen wie Ja. Einerseits ist es so, dass Dein Angebot anfangs nur sehr schwer gefunden wird – etwa über die konkrete Suche eines Long Tail Keyword. Eine Anzeige bringt Dein Angebot bei InteressentInnen öfter auf den Bildschirm. Andererseits ist es teurer, diese auch zum Kauf zu bewegen, da ohne Bewertungen und Rezensionen die Kaufbereitschaft deutlich geringer ist. Du wirst also eine deutlich schlechtere Conversion Rate haben / mehr geklickte Anzeigen benötigen pro Kauf. Es wird Dir wenig anderes übrig bleiben, als es selbst mit kleinem Geld auszuprobieren.

  1. Wenn ich eine Keyword Kampagne schalte, auf wie viele Keywords sollte ich setzen?

Da gibt es keine Benchmark. Die meisten Kanäle auf YouTube raten zu eher mehr als weniger – also 100 oder sogar 200. Auf solche Zahlen an Keywords wirst Du vermutlich nur mit einem der Tools kommen, oder mit sehr viel Recherchearbeit. Wenn Du Deine Nische suchst, solltest Du die möglichen Keywords am besten gleich speichern und dann hier nutzen.

Es gibt aber keinen Grund, zunächst mit 20 Keywords zu starten. Das Einzige was Du verlierst, ist eventuell Reichweite. Du hast aber einen besseren Überblick bei der Auswertung. Erhältst Du dann die ersten Rezensionen und die Kampagne funktioniert, kanns Du immer noch viele hinzufügen.

  1. Was sind und wie nutze ich Product Ads?

Product Ads, also die Möglichkeit bei bestimmten Produkten angezeigt zu werden, ist eine durchaus interessante Möglichkeit. Du suchst Dir ein gut verkauftes und offensichtlich oft angeklicktes Buch oder auch anderes Produkt und gibst dessen ASIN als Ziel für Deine Werbung ein. So erreichst Du bei guter Auswahl, eine sehr gute Zielgruppe.

Du kannst dann auf Top-Seller, brandneue Angebote und auch relevante Kategorien abzielen. Es macht Sinn, dann etwas höhere Gebote abzugeben, um schnell Daten zu erhalten und dann nach Bedarf anzupassen.

  1. Kann ich den Inhalt auch farbig machen?

Es ist auf Amazon KDP möglich und für manche Bücher bestimmt ein Gewinn. Beachte aber unbedingt, dass es Dein Buch viel teurer macht.

Beispiel:

100 Seiten SW = Mindestpreis (da würdest Du keine Tantiemen bekommen) 3,17€

100 Seiten farbig = Mindestpreis 11 €

Du könntest also SW für 6,99€ verkaufen und würdest 2,30€ Tantiemen bekommen. Um den gleichen Ertrag bei farbigem Druck zu bekommen, müsstest Du aber 14,80€ verlangen.

Stell Dir also die Frage, wird es für die Nutzer um so viel attraktiver, dass diese den höheren Preis bezahlen?

  1. Wie hoch sind meine Tantiemen?

Das hängt von der Seitenzahl, farbig/SW und Deinem Verkaufspreis ab. Lade Dir am besten den Tantiemenrechner  herunter. Der errechnet Dir ungefähr was hängen bleibt.

  1. Kann ich meine Bücher noch anderweitig bewerben?

Nichts hindert Dich daran, auf Deinem Instagram-Account, in Facebook-Gruppen, bei Twitter, Pinterest oder Deiner eigenen Website für Dein Buch zu trommeln. Du kannst auch deutlich günstigere Autorenexemplare ordern (beachte, dass die Lieferzeit mitunter recht lange ist) und diese über Deine Website, auf Messen oder etwa auf Flohmärkten verkaufen. Einzige Einschränkung: Wenn Du die Amazon zur Verfügung gestellte ISBN nutzt, ist der Vertrieb im Handel nur über den erweiterten Vertrieb von Amazon möglich.

  1. Wieviel Geld kann man mit wie vielen Büchern verdienen?

Sehr viel mit sehr wenigen und sehr wenig mit sehr vielen! Darauf gibt es keine seriöse Antwort. Wer etwas anderes erzählt, will Dir vermutlich etwas verkaufen.

Bei normalen Büchern, also Full Content ist wirklich viel möglich, wenn Du es gut gemacht hast und konsequent bewirbst. Bei No / Low Content bedarf es, egal was einige Fachleute erzählen, zudem auch einiges Glücks, einer hohen Zahl an Büchern und viel Geduld um nennenswert Geld, geschweige denn ein sicheres Einkommen zu erzielen.

  1. Wieviel Geld muss ich für Werbeanzeigen ausgeben?

Am besten weniger als Du dadurch verdienst! 😉

Starte bei einer Kampagne zunächst mit 5€ oder 10€ täglichem Budget und eher niedrigen Geboten. Schau dann was passiert und passe Deine Zahlen den Ergebnissen an. Wenn du siehst, dass Deine Verkaufsrate gut ist, Du also pro Verkauf nur wenige Klicks benötigst, hebe Dein Tagesbudget und eventuell Deine Gebote an und schau, ob die Verkäufe steigen. So lange Du mehr verdienst als ausgibst, ist es okay.

  1. Gibt es ein wirkliches Rezept, das Erfolg mit Amazon KDP garantiert?

Nein, ich meine, dass alle die Dir das so verkaufen wollen, zu viel versprechen.

Wenn Du Dein Augenmerk sehr stark auf Nischen- und Keyword-Recherche richtest, Coverdesign, Titel und Inhalt gut hinbekommst, hast du sehr gute Chance auf hohe Conversions. Indem Du am Anfang viele Anzeigen schaltest, sorgst du für gute Sichtbarkeit.

Manchmal machst du allerdings alles richtig und professionell – und aus irgendeinem Grund gibt es doch kaum Verkäufe.

  1. Ist Geldverdienen mit Amazon KDP realistisch und ist es einfach?

Ja – Nein!

Es ist keine sehr schwierige Plattform, vor allem nicht für No / Low Content, aber doch anspruchsvoll, wenn Du damit nennenswert Geld verdienen möchtest. Du solltest vor allem viel Geduld mitbringen. Schnell reich zu werden ist dabei eine falsche Hoffnung. Gehst du es aber konsequent an, schaust viele Videos zu den Themen und steckst harte Arbeit, Zeit und Herzblut hinein, stehen die Chancen recht gut, dass Du zumindest einen schönen Nebenverdienst erreichst.

Trotzdem: Manchmal wirst Du alles nahezu perfekt machen und trotzdem kaum Verkäufe haben.

  1. eBooks und Hörbücher, ein Muss bei Full Content?

eBooks absolut, Hörbücher sind ein Thema, aber sicher kein Muss.

Dein geschriebenes Buch in ein eBook umzuwandeln geht recht einfach – aber auch wieder nicht. Grundsätzlich macht die Umwandlung Amazon für Dich. Ob Du mit dem was dann als eBook rauskommt zufrieden bist, musst Du selbst entscheiden. Vermutlich hast du dir mit dem Layout Deines Buches viel Mühe gegeben, dann wird Dich das Ergebnis eher enttäuschen. Du hast aber auch die Möglichkeit, Deinen Text mit Kindle Create selbst so umzuwandeln, wie Du ihn gerne sehen würdest. Das mach mehr Arbeit, kann aber zu einem besseren Ergebnis führen.

  1. Wie stellt sich Amazon KDP heute dar?

Es ist nicht mehr der Blaue Ozean wie noch vor wenigen Jahren, in dem man irgendetwas veröffentlichen konnte, gefunden wurde und gut Geld damit verdiente. Es gibt inzwischen sehr viele Menschen weltweit, die es für sich entdeckt haben und ein entsprechendes Überangebot an Büchern.

Selbst die Nischen im Full Content sind überfüllt, aber viel mehr noch beim No und Low Content. Es gibt Menschen, die jede Woche 100 oder gar 1.000 Low Content Bücher veröffentlichen. Du kannst Dir vorstellen, wie schnell Du mit ein paar wenigen, einzelnen Bücher hier untergehen kannst.

Lass dich von den Erfolgsstorys einiger weniger Pros nicht täuschen und kündige besser nicht Deinen Job, nur weil Du ein paar Bücher verkauft hast. Diese Leute sind lang und hochprofessionell dabei, haben viele Topplatzierungen, die es „nur“ zu erhalten gilt.

Sieh es als Hobby das viel Spaß macht und zusätzlich etwas abwirft. Wenn Du besondere Fähigkeiten hast, etwa als Grafiker oder Zeichner, kannst Du Deine Skills gewinnbringend einsetzen. Wenn Du bei Null anfängst, wirst Du die Erfahrung machen, dass Du viele Fähigkeiten erlernst und Wissen aufbaust – man weiß nie, zu was man es später brauchen kann. Viele T-Shirt Designer haben vermutlich auch nicht gedacht, dass sie ihre Designs und das Know How irgendwann für Bücher nutzen.

  1. Du hast 10, 20 oder sogar 100 Bücher erstellt und hochgeladen, aber kaum Verkäufe. Wo liegt das Problem?

Zunächst zur Beruhigung: Amazon KDP funktioniert nach wie vor. Allerdings nicht mehr so selbstverständlich, wie vielleicht noch vor 3-4 Jahren.

Du kannst das Problem mangelnder Verkäufe auf drei Bereiche eingrenzen – Recherche, Design und Marketing. Du wirst immer wieder hören oder lesen, dass es nur an der Qualität dieser drei Faktoren liegt. Es gibt Menschen, die haben 30 Bücher online, verkaufen davon 2 oder 3 richtig gut und der Rest hat nur einzelne Verkäufe. Wenn die These, dass es nur auf Können und Qualität ankommt richtig ist, warum verkaufen sich dann deren andere Bücher nicht genauso gut? Andererseits gibt es auch Nutzer, die 10.000 Bücher online gestellt haben und trotz der großen Zahl nicht wirklich davon leben können.

Die Antwort auf die Frage kann also nicht pauschal oder gar mit einer garantierten Erfolgsformel gegeben werden. Die drei Bereiche solltest Du allerdings unbedingt checken.

Recherche:

Finde heraus, welche Probleme oder Interessen die Menschen haben und mach daraus Bücher. Biete einzigartige Lösung für die Problem oder ein tolles Produkt für die Interessen.

Die Nischen-Recherche und vor allem die Ausrichtung Deiner Bücher und Keywords auf die Nische, sind essentiell. Das Zauberwort ist, wie auch beim Marketing, Sichtbarkeit. Nur was die Besucher bei Amazon sehen, wird auch gekauft. Mit einer klaren Definition und Ansprache Deiner Zielgruppe – also Nische – steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Bücher genau den richtigen Suchenden angezeigt werden.

Design:

Mit Design meine ich Cover samt Buchtitel und den Inhalt. Dein Cover ist ein Plakat, welches InteressentInnen auf Dein Buch aufmerksam machen soll. Auch wenn es angezeigt wird, klicken die Besucher nur darauf, wenn Optik und Titel sie anspricht und landen dann beim „Blick ins Buch“ und bekommen einen Eindruck von dem was Du gemacht hast.

Stell Dir also die Fragen:

Hebt sich das Cover von der Konkurrenz ab?

Achte beim Cover vor allem auch darauf, dass es als Thumbnail, also kleines Bild, gut wirkt!

Ist das Cover auch als Thumbnail attraktiv?

Sieht der Content professionell aus?

Würde ich das Buch kaufen?

Marketing:

Bei der Vielzahl an Angeboten geht Dein buch meist unter. Amazon KDP Marketingmaßnahmen sorgen dafür, dass Deine Bücher auch angezeigt werden – also wieder Sichtbarkeit. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Ansätze. Mailinglisten oder Facebook-Gruppen, Dein Instagram Account, eine Zusammenarbeit mit lokalen Geschäften oder Du findest InfluencerInnen, die Werbung für Deine Bücher machen. Du kannst Dich aber auch auf organische Verkäufe verlassen. Ja, mit genügend Notizbüchern und unterschiedlichen Covern wirst Du Verkäufe bekommen. Aber die Mehrheit der Leute, die regelmäßig und viel verkauft, haben sich die Zeit genommen, sich in die drei Themen intensiv einzuarbeiten und damit Bücher zu produzieren, bei denen die Wahrscheinlichkeit sie zu verkaufen entsprechend hoch ist.

 

Recherche ist Arbeit… Design ist Arbeit…. Marketing ist Arbeit… Amazon KDP ist Arbeit…

Aber wir sprechen letztlich über ein Geschäft und das bedeutet nun mal Arbeit. Also lass dir nicht erzählen, dass Amazon KDP ein passives Einkommen ist! Passiv ist es erst dann, wenn Du vorher viel tolle Arbeit geleistet hast!

Hast Du weiter Fragen oder Anmerkungen? Schreib sie gerne in die Kommentare und ich versuche sie zu beantworten.

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