Exposé
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Exposé

Schon zu Schulzeiten hat es den wenigsten von uns Freude bereitet, eine Inhaltsangabe / Buchzusammenfassung zu einem mehr oder weniger interessanten Buch zu schreiben. Um nichts anderes handelt es sich bei einem Exposé. Mit zwei Abweichungen: 1. Dem kleinen Unterschied, dass uns das Buch, zu dem wir es in dem Fall schreiben, vermutlich sehr interessiert, entspringt es schließlich unserer Kreativität. 2. dem Rahmen, dass es nur zwei bis drei, vielleicht vier Seiten umfassen sollte. Was eine umso größere Herausforderung wird, je länger der Text ist.

Ein Exposé sollte Folgendes enthalten:

– Auf jeder Seite Dein Name und Kontaktinformationen

– Unter welchem Titel soll das Werk erscheinen?

– Wie soll bei einer Veröffentlichung der Autorenname lauten (eventuell Pseudonym)?

– Was ist die Idee (Prämisse) des Werks? Und welchem Genre würdest Du es zuordnen?

– Wie würde sich die Handlung in wenigen Worten zusammenfassen lassen?

– Wer sind die Hauptakteure? Welche Entwicklung nehmen diese?

– Aus welcher Perspektive wurde geschrieben?

– Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

– Welchen Umfang hat das Werk (Anzahl der voraussichtlichen Normseiten)?

– Wie würdest Du das Werk in ein bis zwei Sätzen zusammenfassen?

– Etwa eine Normseite Inhaltsangabe.

– Je nach Verlagsvorgabe, 15 bis 30 Seiten Leseprobe.

Meist wird ein Exposé nur erstellt, wenn ein Verlag angesprochen werden soll. Aber auch für Dich selbst kann es sehr hilfreich sein, eine Zusammenfassung zu erstellen, worum es geht, wie Du wen erreichen willst. Schaden kann es in jedem Fall nicht, wenn Du das schon recht bald beim Schreiben in kurzen knackigen Sätzen tust.

Wenn das Exposé tatsächlich zu einer Verlagsbewerbung gehört, sollte diese zusätzlich ein nettes, kurzes Anschreiben, eine Leseprobe des Textes und eventuell etwas zum Verfasser, also Dir und Deinen eventuellen bisherigen Werken enthalten. Wie das Exposé für einen konkreten Verlag aussehen soll, erfährst Du am besten auf der Internetseite des betreffenden Verlags. Sie haben oft recht genaue Vorstellungen.

SchreibtippHier noch 5 zusätzliche Tipps:

1. „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Dieser Gedanke und Tipp sollte immer in Deinem Hinterkopf sein, wenn Du Dich an Dein Exposé machst. Mit anderen Worten, Deine Ausführungen sollten den Vorgaben des Verlages entsprechen und den Lektor davon überzeugen, dass Du beherrschst, was Du machst!

2. Wahre die Form! „There is no second chance for a first impression!“ Der erste Eindruck, den Du mit Deinen an den Lektor übergebenen Unterlagen bei diesem hinterlässt, wird Dir immer nachhängen. Deshalb immer nur sauber formatierte und fehlerfreie Seiten aushändigen.

3. Dein Exposé ist Deine Verkaufsunterlage, deshalb versuche ab dem ersten Satz zu fesseln und den Leser für Dich und Dein Werk zu begeistern.

Dein Exposé ist Deine Verkaufsunterlage, deshalb versuche ab dem ersten Satz zu fesseln und den Leser für Dich und Dein Werk zu begeistern. Klick um zu Tweeten

4. Deine Leseprobe muss einwandfrei sein: Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion, Formatierung und Schrift!

5. Die größere Herausforderung ist es bei der Leseprobe aber, dass Du nur hier die Chance hast, die Atmosphäre Deines Werks sowie Deinen Schreibstil zu transportieren. Nur mit diesen paar Zeilen kannst Du den Leser neugierig auf die Figuren und das Werk zu machen.

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