Schreiben
Lesedauer 13 Minuten

39 Schreibtipps für Dein Buchprojekt!

 

◊ Wer ein Buch, egal ob Fachbuch, Kinderbuch oder Roman, schreiben möchte, landet unweigerlich auf einschlägigen Blogs und bei verschiedenen Schreibschulen. Dort hört und liest man immer wieder: Schreiben ist ein knallharter Job! Dabei suchst Du vermutlich nur sinnvolle und leicht umzusetzende Schreibtipps.

Schade eigentlich! Schreiben sollte Spaß machen – Schreibspass!

Du wirst trotz aller Schreibtipps hin und wieder schwitzen und stöhnen, aber das liegt nicht an schwerer Arbeit, sondern meist an Empfindungen. Ja, Arbeit macht das Schreiben durchaus, auch wenn es von außen betrachtet nach easy living aussieht.

Das Bild, das ich dabei immer vor Augen hatte und noch habe:

Schreiborte

DanaTentis_Pixabay

Auf einer Terrasse mit Blick auf das Meer sitze ich vor meinem Laptop. Auf dem Tisch ein Glas guten Rotwein und im Hintergrund angenehme Musik. Die Wellen rauschen leise, gerade so, dass sie über die Musik zu hören sind. Ein paar Möwen ziehen am Himmel ihre Bahnen und geben dumme Kommentare zu meinem Text ab. Ein schönes Bild vom Roman Schreiben.

Diese Momente gab es und wird es hoffentlich auch in Zukunft geben. Es ist aber nicht alles und immer so leicht beim Schreiben. Schreiben ist auch Arbeit – aber eben AUCH!

Apropos Schreibschule: Brauchst Du einen Schreibkurs, um ein gutes Buch entstehen zu lassen?

Bei der Suche nach Tipps, wie man ein Buch schreibt, findet sich auf fast jeder auch der Link zum angebotenen Kurs, bei dem Du „richtig lernst“ wie Du ein Fachbuch oder Roman schreibst. Spreche ich mit ehemaligen Teilnehmern, sind die Erfahrungen zwiespältig. Keiner sagt „Das war der entscheidende Schritt!“ oder „Muss man gemacht haben!“ Von wertvollen Tipps schwärmen aber alle. Doch braucht es dafür einen sich über Wochen hinziehenden Kurs? Bei Präsenz-Kursen sprechen sie allerdings begeistert über den Austausch mit Gleichgesinnten. Unterm Strich musst Du das für sich selbst entscheiden. Persönlich meine ich, dass jeder zunächst für sich nach seinem Weg suchen kann. Wer Schreibt, tut dies meist aus einem inneren Antrieb heraus und der kann Berge versetzen – und einen mittelmäßigen Schul-Aufsatzschreiber mit hoher Passion ein lesenswertes Werk zu Papier bringen lassen.

 

SchreibtippUnd hier die Schreibtipps, die dafür sorgen sollen, dass der Anteil Schreibspass möglichst hoch ist:

(einige von mir – die meisten zusammengetragen und für gut befunden – viele von absoluten Profis)

 

  1. Tu es!

Klingt profan und nicht wirklich wie ein Schreibtipp – gehört aber ganz an den Anfang.

Du denkst schon einige Zeit darüber nach, ein Buch zu schreiben? Fang an! Klick um zu Tweeten Außer Zeit hast Du nichts zu verlieren. Und Du wirst, genügend Antrieb vorausgesetzt, Deinen Weg finden.

„Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.“ Cicero

 

  1. Probiere unterschiedliche Techniken aus!

Wenn Du Dich gleich am Anfang mit den Schreibtechniken auseinandersetzt, wirst Du schnell die eine finden, mit der Du Dich wohlfühlst. Wenn dem so ist, ist es gut so! Stellt Dich die Arbeitsweise nicht vollends zufrieden, probiere andere aus.

 

  1. Kurz und knackig!

Versuche von Beginn an Deine Sätze kurz zu halten. Schachtelsätze kommen bei Deinen LeserInnen nicht gut an. (ein Schreibtipp, an den ich mich regelmäßig selbst erinnern muss;-))

 

  1. Lies!

Lesen

ilm911_Pixabay

“If you don’t have time to read, you don’t have the time (or the tools) to write. Simple as that.” Stephen King

Jeder Autor ist ein Leser. Also nimm jede Gelegenheit zum Lesen wahr, egal ob Blog, Zeitung oder Buch! Vor allem auch Bücher und Artikel, in denen erfolgreiche AutorInen erzählen, wie sie es machen. Pass dabei aber auf, dass Du nicht versuchst, Deinen Lieblingsautor zu kopieren. Das würde mit Sicherheit schief gehen.

Also lies, oder wie es John Irving ausdrückt: „Mein Leben ist eine Leseliste.“ 

 

  1. Hab ein Notizbuch zur Hand!

Egal ob die Notizfunktion Deines Handys oder ein besonders schönes Notizbuch mit passendem Stift – hab immer etwas griffbereit, wo Du Deine Geistesblitze notieren kannst! Bei mir liegt ein Notizblock mit Stift auf dem Nachttisch. Auf meinem Handy habe ich eine Notiz-App, die ich ausschließlich für Ideen und Gedanken nutze. Überall liegen Zettel und ein Stift. Das Zauberwort heißt SOFORT! Später aufschreiben funktioniert in den meisten Fällen nicht.

Notizbuch

OyeHaHa_Pixabay

 

  1. Sammle!

Und zwar alles – Anekdoten, Erlebnisse, Geschichten, Texte und Zitate, die Dich ansprechen. Sie können Dir irgendwann wirklich weiterhelfen – vor allem bei einer drohenden Schreibblockade.

 

  1. Höre zu / schaue zu!

Nimm Deine Umwelt bewusst war! Gespräche und Szenen des täglichen Lebens sind ein steter Quell von Inspiration. Klick um zu Tweeten Denk dabei an Tipp 5!

 

  1. Nutze Checklisten!

Erstelle Dir für die verschiedenen Phasen der Entstehung Deines Werkes Checklisten – und nutze sie!

 

  1. Nutze Übersichten!

Liste Informationen zu Deinen Charakteren für Dich übersichtlich auf. So vermeidest Du Fehler.

 

  1. Breche Regeln!

Versuche bewusst Regeln übers Schreiben zu brechen und schau, was passiert! Entweder wirst Du die Regel danach noch bewusster umsetzen, oder Du findest einen kreativen, eigenen Weg.

 

  1. Mach mit!

    Schreib-Community

    Gerd Altmann_Pixabay

Suche Gleichgesinnte in Schreibgruppen oder Communities! Egal ob online bei Instagram, Facebook oder auf schreibspass.de, alternativ klassisch in Schreibcafés oder der Volkshochschule, tritt einer Community bei. Tausch Dich dort aus, lass Dir Schreibtipps geben, suche Inspiration oder sogar jemanden, der Dich an die Hand nimmt. (wird bald auch unter community.schreibspass.de möglich sein)

 

  1. Sei fokussiert!

Wenn Du plottest, recherchierst oder schreibst, tu genau das und nichts anderes! Lass Dich in diesen Momenten möglichst wenig ablenken. Das macht Dich kreativer, produktiver und spart viel Zeit.

 

  1. Step by Step!

Gehe Dein Buch als Projekt an! Checklisten und Plot sind kein notwendiges Übel, sondern hilfreiche Werkzeuge. Lege Schritte und Zwischenziele fest, nutze einen Plot und halte Dich weitestgehend an Deinen Plan. Es lässt sich bei kreativen Köpfen nicht vermeiden, dass Du zwischendurch immer wieder Ideen und Gedanken zu anderen Punkten hast – beachte dann Tipp 5!

 

  1. Lass die Dominosteine kippen!

    Domino

    giulia conti_Pixabay

Der rote Faden dient als oft bemühtes Bild für den logischen Aufbau einer Geschichte. Mir gefallen Dominosteine als Metapher besser. Wenn Du zu Schreiben beginnst, hast Du meist ein (mögliches) Ende als Ziel vor Augen. Die erste Szene, der Anfang ist der erste Stein. Nun wird Szene für Szene so aufgestellt wie Dominosteine, sodass nach Fertigstellung mit dem Umstoßen des ersten Steines unweigerlich der Weg zum Ziel führt. Mit diesem Bild vor Augen stellst Du Dir automatisch bei jeder Szene, jedem Kapitel die Frage, ob der Stein nötig ist und richtig fallen wird.

 

  1. Sei konsequent!

Plotte – konzipiere – recherchiere – schreibe! Du hast ein Ziel vor Augen – Dein fertiges Werk. Wenn Du es erreichen möchtest, gehe konsequent die Schritte. Finde vor allem nicht immer wieder Ausreden, warum es gerade nicht geht und später besser ist!

 

  1. Öffne Schreibfenster!

…im Sinne (einigermaßen) fester Schreibzeiten. Zur Konsequenz gehört auch Regelmäßigkeit. Wenn Du Dir vornimmst, jeden Samstag und Sonntag von 8h bis 11h zu schreiben, mach das auch. Es heißt aber nicht, dass Du Dich zu anderen Zeiten nicht auch mit Deinem Buch beschäftigen darfst und sollst. Von dem Ansatz, jeden Tag feste, ungestörte Arbeitszeiten einzurichten und quasi nur in diesen aktiv zu sein, halte ich persönlich wenig. Für mich wäre das eine Kreativitätsbremse. Zwischendurch 30 Minuten eine gute Idee nicht nur zu notieren, sondern in den in dem Moment in den Sinn gekommenen Worten aufzuschreiben, darin sehe ich nichts Falsches.

 

  1. Wähle Deine Schreiborte nach Gefühl!

Auch hinsichtlich des oft beschriebenen festen Schreib- / Arbeitsplatz bin ich anderer Meinung. Der Küchentisch mit einer Tasse Kaffee kann genau in dem richtigen Moment genauso produktiv sein,wie in einem anderen der Schwimmsessel im Pool mit Cocktail, der Schreibtisch mit Blick auf eine leere Wand… So wie es sich für Dich in dem Moment richtig anfühlt, so ist es auch richtig!

 

  1. Setz Dir Schreibziele!

    Ziel

    Lily_S_Pixabay

…und sieh sie als Mindestziel! Wichtig dabei: Sie müssen realistisch sein! 10 Seiten pro Tag werden Dich vermutlich eher demotivieren, da Du sie zu oft verpasst. Von Stephen King heißt, dass er jeden Tag 10 Normseiten schreibt – aber ihn solltest Du Dir für den Anfang eher nicht als Messlatte nehmen. Je Schreibtag 2-3 Seiten sind machbar oder 5-10 Seiten pro Woche. Wenn es dann mehr werden, umso besser. Und auch für Recherche oder Plot gilt es, dass Ziele den Weg zum Buch erleichtern.

Wie wichtig Ziel sind, hat schon Laozi im 6. Jahrhundert vor Christus gewusst: „Wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“

 

  1. Akzeptiere!

…was Du im ersten Entwurf geschrieben hast! Um es vorsichtig auszudrücken: Es wird vermutlich ziemlich schwach sein. „Der erste Entwurf von allem ist scheiße.“ Ernest Hemingway. Harte Worte vom alten Mann – vermutlich tief gestapelt, aber nahe dran an der Wahrheit. Aber es macht nichts. Alles, was Du bis dahin geschrieben hast, kann und wirst Du in lesbare Form aufpolieren!

 

  1. Nimm es in die Hand!

Für diesen Tipp gibt es im Netz die unterschiedlichsten Gründe. Ich finde das haptische Erlebnis, das eigene Werk in Händen zu halten, überragend! Es eröffnet Dir einen neuen Blickwinkel auf Dein Geschriebenes und das Markieren mit verschiedenfarbigen Textmarkern sorgt für gut Übersicht.

 

  1. TUN oder NUT?

Töte UNnützes oder Nicht Unnütz Töten! Wenn Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt, stößt Du zwangsläufig auf den Rat, alles zu streichen, was Deine Geschichte nicht weiterbringt. Aber ganz ehrlich, was wäre von Steven Kings „The Stand“ oder den „Säulen der Erde“ von Ken Follet noch an Leseerlebnis übrig? Weniger ist allerdings tatsächlich oft mehr!

Es ist durchaus gut, wenn Du schon beim Schreiben darauf achtest, nicht ZU ausschweifend zu erzählen. Dann liest sich Dein Text vermutlich besser und Du sparst Dir bei der Überarbeitung einiges an Aufwand. Entscheide selbst oder lass Testleser entscheiden, wie blumig und weitschweifig genau für Dein Buch richtig ist!

 

  1. Schreibe!

“Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.“ Herta Müller

Und das ist der allerwichtigste Schreibtipp (siehe auch Tipp 1) den ich finden konnte: SCHREIBE! Tu es einfach. Regelmäßig, konsequent und die Welt um Dich vergessend. Tauche in Deine Welt ein und beschreibe, was Du siehst und Deine Protagonisten erleben! 

 

  1. Fang an!

Jetzt! Sofort! Schreibe den ersten Satz für Dein Buch! Er muss nicht perfekt sein oder Bestand bis zur Veröffentlichung haben, aber er muss vor Dir stehen und wird Dir Deinen Weg weisen!

 

  1. Bleib dran!

Regelmäßigkeit ist Dein größter Freund, wenn es darum geht Schreibblockaden zu vermeiden und irgendwann ein fertiges Werk vor Dir zu haben! Wenn sich der Abstand zwischen Dir und Deinem Buch (zeitlich) zu sehr vergrößert, verlierst Du den Antrieb und den Willen.

„Sei wie eine Briefmarke. Bleib an einer Sache dran, bis du am Ziel bist.“ Josh Billings 

 

  1. Inhalt vor Form!

Schreibe zunächst WAS Du zu sagen hast und kümmere Dich nur am Rande um das WIE! Klick um zu Tweeten Ohne den Inhalt bringt die beste Formulierung wenig. Beim Überarbeiten hast Du noch ausreichend Zeit und Möglichkeit, an Worten und Sätzen zu feilen. In der kreativen Phase hindert zu bewusstes Nachdenken über die Form meist nur den Fluss.

 

  1. Schreib, was Du lesen würdest!

Meist funktioniert das sehr gut, wenn Du Deinen LeserInnen etwas mit Worten erleben lässt.

„Jedes Buch ist ein Zwiegespräch zwischen Autor und Leser.“ Ludwig Reiners.

Unter diesem Blickwinkel behältst Du Dein Publikum im Auge.

Mit den Worten von Stephen King: „Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.“

 

 

  1. Show don‘t tell!

Das steht auf vielen Seiten zum Thema und wird auch in Kursen immer wieder gepredigt. Es heißt nichts anderes, als dass es Dein Ziel sein soll, durch Dialoge, Handlungen und Beschreibungen Bilder vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen. Wenn Du Dich beim Schreiben einer Szene immer mal wieder fragst, was sieht, schmeckt, fühlt, riecht oder hört meine Figur, befindest Du Dich auf dem entsprechenden Weg.

  1. Gib Deinen Figuren ein Gesicht.

    Gesichter

    GDJ_Pixabay

Im Optimalfall entsteht vor dem geistigen Auge des Lesers ein sehr genaues Bild Deiner Akteure. Hierzu benötigt dieser Informationen, was die Personen ausmacht. Das können Haarfarbe, Größe, körperliche Merkmale und so weiter sein, aber auch charakterliche Eigenschaften, Einstellungen, Motive oder Herkunft. Um die vermitteln zu können, musst Du Dir dieser zunächst selbst bewusst sein. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich eine Liste gebastelt und hier für Dich zum kostenlosen Download bereitgestellt.

 

  1. Lass Dich von Deinen Charakteren überraschen!

….lass sie Dich dorthin führen, wo SIE hinwollen! Die handelnden Personen entwickeln sich während der Geschichte. Diese Veränderung kann völlig anders aussehen, als Du es zunächst geplant hast. Das macht gar nichts. Im Gegenteil, wenn sie eine Eigendynamik entwickeln wirken sie oft authentischer und lebendiger.

 

  1. Kurze Rede – langer Sinn!

Dialoge finden großteils zwischen den Zeilen statt. Lange und umfangreiche Dialoge sind große Kunst (sind sie auch noch witzig, grenzt das schon an Genie). Für die Lesbarkeit ist es meist besser, Dialoge kurz zu halten.

 

  1. Don‘t mess with the Monster!

    Monster

    GDJ_Pixabay

Das Monster, welches Autoren am meisten fürchten: DIE SCHREIBBLOCKADE!

Lass Dich nicht von Ihr einschüchtern, sie geht vorbei! Du kannst aber einiges dazu tun, dass sie schneller vergeht.

  • an einem anderen Punkt weiterschreiben
  • mit jemandem über das Thema sprechen
  • Abstand gewinnen
  • frische Luft
  • räumliche Veränderung….

Viele Ansätze und Möglichkeiten, auf die hier detaillierter eingegangen wird.

 

  1. Water the FLOWer!

Wenn Du den Flow erlebst, genieße und Pflege diesen Zustand! Klick um zu Tweeten Nutze ihn und wenn er abzuebben droht, wechsle in ein anderes Kapitel. Oder schreibe einen Dialog, Deinen Klappentext – notfalls eine Einkaufsliste, aber versuche den Schreibfluss aufrecht zu erhalten. Ist er doch weg, keine Sorge, er kommt wieder!

 

  1. Feiere und belohne Dich!

Es muss ja nicht gleich keine Party sein. Aber ein fertiges Kapitel, ein gelungener Anfang oder ein fesselnder Dialog sollten Dir Grund genug für einen Eisbecher, eine Tasse Kaffee im Lieblingscafé , einen schönen Stift oder was auch immer Du als Belohnung empfindest, sein. Wenn es schon (noch) kein anderer tut, lobe Dich selbst. Das gibt Selbstbewusstsein und Motivation.

 

  1. Suche DEINE magischen Schreiborte!

Wechsle anfangs hin und wieder den Schreibplatz! Du wirst schnell merken, wo es am besten funktioniert – was sich nach Stimmung, Thema oder anstehender Aufgabe unterscheiden wird. Küchentisch, Balkon mit Weitblick, Schreibtisch mit weißer Wand hinterm Bildschirm, Café…. es gibt keinen falschen Ort, nur ungünstige. Du wirst immer wieder den Tipp finden, dass ein fester Arbeitsplatz das Umschalten in den Arbeitsmodus fördert. Das kann gut funktionieren, wenn ARBEIT vor Dir liegt.

 

  1. Brauchst Du den Arbeitsmodus?

Keine Regel ohne Ausnahme: Wenn es für Dich besser passt, ohne Ablenkung im Arbeitsmodus zu schreiben, schaffe Dir einen festen Arbeitsplatz und damit verbundene Rituale. Kein Handy, Internet, Musik, Kaffee… wenn es für Dich so am besten funktioniert – prima!

 

  1. Sei SchreiberIn!

Egal ob Du es als Hobby siehst oder Geld damit verdienen willst. Wenn Du auch nach außen offen damit umgehst, dass Du ab sofort AutorIn bist, dann wirst Du Dich auch so fühlen – und das ist gut! Gerade beim Erstlingswerk oder den nächsten Versuchen sind die höchsten Hürden Deine Selbstzweifel. Mach Deinem Unterbewusstsein klar, dass Du nun zur schreibenden Zunft gehörst! Nur wenn Du Dich so siehst, werden es auch Deine LeserInnen so empfinden.

 

  1. Redigiere – überarbeite – redigiere!

Wir sind wieder bei John Irving: „Half my life is an act of revision“ – “Die Hälfte meines Lebens ist ein Akt der Überarbeitung“

Verpasse aber nicht den Punkt, an dem es genug ist! Die Überarbeitung Deines Werkes ist tatsächlich Arbeit!

 

  1. Halte Abstand!

Abstand

Ja, zugegeben, es ist utopisch das eigene Werk als Fremder zu lesen. Aber das wäre das ultimative Ziel, das es zu erreichen gäbe, wenn Du versuchst, Abstand zwischen Dich und Dein Buch zu bekommen. Bei der Überarbeitung ist es aber angesagt, den Text zumindest eine gewisse Zeit wie einen Pizzateig ruhen zu lassen. Ein paar Tage solltest Du Abstand gewinnen und das mindestens dreimal. Wenn Du irgendwo liest, eine Nacht, notfalls ein paar Stunden oder noch weniger, versuch es gerne. Du wirst nach solch kurzer Zeit kaum aus einem anderen Blickwinkel lesen können.

 

  1. Du kannst es niemals ALLEN recht machen!

Versuch es erst gar nicht! Es wird immer Menschen geben, auch in Deinem unmittelbaren Umfeld, die an dem was Du machst oder wie Du es tust, kein gutes Haar lassen. Und viele, die zumindest Haare in der Suppe suchen. Nimm berechtigte Kritik als Anreiz, Dich zu verbessern, aber lass Dich niemals demotivieren oder ärgern.

 

 

Das sind bestimmt nicht alle sinnvollen Schreibtipps. Viele andere die sich so finden lassen, sehe ich nicht so und habe sie deshalb weggelassen. So wird Dir zum Beispiel der Tipp begegnen, dass Du für nichts anderes mehr Zeit haben solltest als für das Schreiben – Dich also nicht von Unnützem ablenken lassen sollst. Vor allem nicht Twitter, Facebook oder Instagram. Ernsthaft? Ich finde, Schreiben sollte Spaß machen und nicht einschränken!

 

Noch ein gerne gegebener Tipp ist es, für Deine LeserInnen unerwartet zum Schluss zu kommen – wirklich? Das muss letztlich jeder Schreibende für sich selbst beantworten. Für mich ist das wie bei einem Wein: Wenn der Abgang nicht gut ist, bleibt ein fader Nachgeschmack.

 

Aber ist es nicht so?

“I believe myself that a good writer doesn’t really need to be told anything except to keep at it.” 

Chinua Achebe.

 

Denn:

„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

Fernando Sabino

 

 

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